02
Dec
2015

Datenschutz und IT-Recht

Hacker erbeuten insgesamt 6,4 Mio. Profildaten von Kindern, 509.000 davon kommen aus Deutschland

Der Spielzeughersteller VTech ist offenbar Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Wie Spiegel-Online berichtet habe der Lernspielzeug-Hersteller VTech aus Hongkong mitgeteilt, dass die betroffenen Kinderprofile den jeweiligen Namen, das Geschlecht und das Geburtsdatum enthielten. Zusätzlich zu den Kinderprofilen seien über 4,8 Mio. Elternkonten, davon 391.000 aus Deutschland, bei der Hacker-Attacke erbeutet worden. Kreditkartendaten seien allerdings nicht betroffen.

14,7 Mio. Internetstraftaten in Deutschland und ein Gesamtschaden von ca. 3,4 Mrd. Euro

Nach einer aktuellen Studie, welche das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) gemeinsam mit dem Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) 2015 vorgestellt hat, ist in Deutschland jährlich von ca. 14,7 Mio. Internetstraftaten und einem Gesamtschaden von ca. 3,4 Mrd. Euro auszugehen. Der Fall des Spielzeugherstellers V-Tech ist damit nur ein weiteres prominentes Beispiel, welches das „Bundeslagebild Cyberkriminalität” des Bundeskriminalamtes von 2014 bestätigt: die Intensität dieser „transnationalen Kriminalität“ nimmt weiter zu.

Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen schützen vor Hacker-Angriffen?

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass es eine 100 %-ige Sicherheit vor Hackerangriffen nicht gibt. Allerdings können technische und organisatorische Maßnahmen implementiert werden, die präventiv einen bestmöglichen Schutz bieten und eine effiziente Vorgehensweise im Schadensfall gewährleisten. Einzelheiten hierzu finden Sie in dem Beitrag von Dr. Karsten Krupna auf www.compliance-manager.net.

Autor: Dr. Karsten Krupna

Siehe auch: "Hackerangriff auf mein Startup – was nun?"; "Schutz vor Cyberangriffen: Neue Sicherheitsanforderungen für alle geschäftsmäßig handelnden Onlinedienste"

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