Wenn es um die Reichweite seines internationalen Zugriffs geht, kennt das Steuerrecht des Vereinigten Königreichs einen eigentümlichen Ansatz. Wer im Vereinigten Königreich zwar ansässig (resident) ist, nicht aber „beheimatet“ (domiciled),  versteuert im Grundsatz nur Einkünfte, die ihm auch im Vereinigten Königreich zufließen. Dieser non-dom-Status hat bei polyglotten Steuerpflichtigen London überaus beliebt gemacht. Nach den Ankündigungen des britischen Schatzkanzlers wird ein großer Personenkreis allerdings ab 2017 diesen Status nicht mehr beanspruchen können. Das gilt zum einen für Personen, die innerhalb der vorangegangenen 20 Jahre mindestens 15 Jahre im Vereinigten Königreich ansässig waren. Zum anderen soll der Status allen versagt bleiben, die britische Eltern haben.

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