28
Jul
2015

Unternehmensteuerrecht

Veräußerungsgewinne aus Streubesitzbeteiligung – steuerpflichtig erst ab 2018?

Dr. Robert KroschewskiMarc Nürnberger

Einkünfte aus der Beteiligung an einer anderen Kapitalgesellschaft bleiben für Kapitalgesellschaften i.d.R. zu 95% steuerfrei. Dies gilt allerdings nicht für Dividenden aus sogenannten Streubesitzanteilen (Beteiligung unter 10%). Künftig soll dies zudem nicht für Veräußerungsgewinne aus Streubesitzanteilen gelten. Es soll darauf ankommen, ob die mindestens 10%ige Beteiligung bereits zu Beginn des Kalenderjahres bestand. Steuerpflichtig werden mithin auch Gewinne aus der Veräußerung 100%iger Beteiligungen, wenn sie binnen des Kalenderjahres erworben und veräußert werden. Die Vorschrift soll allerdings – nach dem vorliegenden Entwurf (Diskussionsentwurf des Bundesministeriums der Finanzen) – erst ab 2018 zur Anwendung kommen.

Zugleich sind bestimmte Erleichterungen bei der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus Wagniskapital-Beteiligungen vorgesehen. Abgestellt wird hierfür auf Leitlinien für die staatlichen Beihilfen zur Förderung von Risikofinanzierungen vom 22.01.2014 (2014/C19/04).

Siehe auch: "Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Investmentbesteuerung (Investmentsteuerreformgesetz – InvStRefG)"

 


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