12
Nov
2019

Umweltrecht

Verpflichtung zur Durchführung von Energieaudits

Beatrix Arlitt

Zur Erreichung der europäischen Energie- und Klimaschutzziele haben die EU und Deutschland wichtige Energieeffizienzmaßnahmen vereinbart und diese in einer EU-Energieeffizienzrichtlinie, die am 4. Dezember 2012 in Kraft getreten ist, verankert. Danach sind alle Unternehmen, die kein kleines und mittleres Unternehmen sind, verpflichtet, Energieaudits durchzuführen. Die Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht erfolgte durch Anpassung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G).

Erstmals war bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit durchzuführen. Danach ist gerechnet vom Zeitpunkt der Fertigstellung des ersten Energieaudits mindestens alle vier Jahre ein weiteres Energieaudit durchzuführen. D.h. die zweite Verpflichtungsperiode zur Durchführung eines Energieaudits steht an.

Verpflichtet sind alle Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen oder, wenn weniger als 250 Mitarbeiter tätig sind, diejenigen Unternehmen, die mehr als EUR 50 Mio. Jahresumsatz machen und mehr als EUR 43 Mio. Bilanzsumme haben.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) überprüft in Stichproben, ob ein Energieaudit durchgeführt wurde. Wird ein Energieaudit nicht, nicht richtig, nicht vollständig und nicht rechtzeitig durchgeführt kann dies zu einem Bußgeld von bis zu EUR 50.000,00 führen.

Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Merkblatt des BAFA vom 28. Juni 2019, was auf der Internetseite www.bafa.de verfügbar ist.

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