Dr. Lukas Eßers

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Dr. Lukas Eßers ist als Rechtsanwalt bei Esche Schümann Commichau tätig.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf absolvierte Herr Dr. Eßers sein Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit Stationen in Düsseldorf und Amsterdam. Als Rechtsanwalt arbeitete er in einer internationalen Großkanzlei in der Praxisgruppe Corporate/M&A.

Dr. Lukas Eßers ist auf die Beratung von Unternehmen in gesellschaftsrechtlichen Fragestellungen, bei Unternehmenskäufen und -verkäufen sowie bei konzernweiten Umstrukturierungen spezialisiert.

25
May
2022

Gesellschaftsrecht und M&A

Ist die UG haftungsbeschränkt?

Dr. Lukas Eßers

Mit der Unternehmergesellschaft hat der Gesetzgeber der GmbH eine „kleine Schwester“ gegeben. Der damalige Hintergrund war, die Gründung einer kleinen Kapitalgesellschaft zu erleichtern und so eine Alternative zur britischen Limited im nationalen Recht zu verankern. Eine geringe Mindestkapitalziffer sowie die Möglichkeit der Formulargründung sind dabei in der Praxis zumeist diejenigen Aspekte, die die Gründung einer UG attraktiv machen. In der Praxis finden sich allerdings immer wieder Unternehmergesellschaften, die im Alltag auf den als sperrigen Zusatz „haftungsbeschränkt“ verzichten oder diesen erheblich modifizieren. Dass dies drastische Folgen für die Handelnden haben kann, zeigt das jüngst veröffentlichte Urteil des BGH vom 13. Januar 2022 (Az. III ZR 210/20).

05
Apr
2022

Gesellschaftsrecht und M&A

Virtuelle Gesellschafterversammlungen in der GmbH künftig ohne Satzungsregelung möglich – BMJ veröffentlicht Gesetzesentwurf des DiREG

Dr. Lukas Eßers

Die Möglichkeit zur Abhaltung einer virtuellen Gesellschafterversammlung soll im Rahmen einer Änderung des § 48 Absatz 1 GmbHG dauerhaft etabliert werden und damit anders als bei der Aktiengesellschaft ohne eine Satzungsoption möglich werden. Einzige Voraussetzung: Sämtliche Gesellschafter stimmen zu.

10
Jan
2022

Gesellschaftsrecht und M&A

Auskunftsverweigerungsrecht gilt nicht für Geschäftsführer

Dr. Lukas Eßers

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein ehemaliger Geschäftsführer einer GmbH, der von der Gesellschaft auf Zahlung von Schadensersatz in Anspruch genommen wird, auch dann zu umfassenden Auskünften verpflichtet ist, wenn er sich dadurch selbst einer Pflichtverletzung bezichtigen muss. Da sich die Auskunftsverpflichtungen eines Geschäftsführers aus dem zwischen der Gesellschaft und dem Geschäftsführer bestehenden Auftragsverhältnis erheben, besteht diese Verpflichtung auch dann, wenn der Geschäftsführeranstellungsvertrag bereits beendet ist.

03
Sep
2021

ArbeitsrechtGesellschaftsrecht und M&A

OLG Brandenburg konkretisiert Anforderungen an nachvertragliches Wettbewerbsverbot von GmbH-Geschäftsführern

Katharina KrimmDr. Lukas Eßers

Bei einem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot gegenüber einem GmbH-Geschäftsführer, welches aufgrund einer zu weiten Geltung nichtig gem. § 138 BGB ist, besteht kein vertraglicher Anspruch auf eine vereinbarte Karenzentschädigung. Allerdings hat der ehemalige Geschäftsführer regelmäßig einen Anspruch auf Schadensersatz in Höhe des Betrags, der ihm als Karenzentschädigung versprochen wurde.

02
Sep
2021

Gesellschaftsrecht und M&A

Präklusion bei der Geschäftsführerhaftung durch Billigung des Jahresabschlusses?!

Dr. Lukas Eßers

Für die Geschäftsführer einer GmbH ist mit dem obligatorischen Entlastungsbeschluss der Gesellschafterversammlung und der damit verbundenen Billigung der Geschäftsführungsmaßnahmen für das abgelaufene Geschäftsjahr grundsätzlich der Ausschluss möglicher Ersatzansprüche verbunden. Denn aufgrund der erfolgten Vertrauensbekundung der Gesellschafter erscheint es widersprüchlich – und damit letztlich treuwidrig i.S.d. § 242 BGB –, wenn im Anschluss an eine solche Billigung Ersatzansprüche gegen die Geschäftsführer geltend gemacht würden.